tie.consult

Für Akademien, Bildungswerke und Corporate Universities

Ein Modul,
das Sie in Ihr Programm nehmen können.

Diese Seite ist für Programmverantwortliche geschrieben, nicht für Teilnehmende. Sie finden hier, was Sie für eine Ausschreibung brauchen: Zielgruppe, Lernziele, Umfang, Teilnehmerzahl, Material, Durchführung und die Frage der Wirkung — einschließlich der Punkte, die das Modul ausdrücklich nicht leistet.

Inhaltlich steht dahinter das Sente-Modell: eine Entscheidungslogik für Führung unter Unsicherheit, fünf Perspektiven auf die Frage, was als Nächstes zu tun ist und was nicht. Trainingsfeld ist das Strategiespiel Go — nicht als Thema, sondern als Spiegel des eigenen Entscheidungsverhaltens. Die Prüfmittel dazu stehen offen auf der Seite Sente-Kennzahlen.

Das Modul auf einer Seite

Steckbrief.

  • TitelStrategische Führung mit dem Sente-Modell
  • ZielgruppeFührungskräfte aller Ebenen, Projekt- und Bereichsleitungen, Nachwuchsführungskräfte
  • VoraussetzungenKeine. Weder Go-Kenntnisse noch Vorwissen zu Strategiemodellen
  • Umfang4–8 Stunden, entsprechend 5–10 Unterrichtseinheiten à 45 Minuten
  • Teilnehmerzahl8–12 Personen je Gruppe
  • MethodenKurzimpuls · Übung am Trainingsfeld · Arbeit an eigenen Entscheidungen · moderierte Reflexion · Transferblatt
  • SprachenDeutsch · Englisch
  • OrtInhouse, in Ihren Räumen oder extern. Material wird gestellt
  • TrainerMichael Tiegelkamp — 35 Jahre Führung, zuletzt CTO; zertifizierter Agile Coach (2020), SAFe Program Consultant (2022), Dozent an der Volkshochschule seit 2023
  • Erfahrung mit diesem FormatMehrere Workshops mit je 10 bis 13 Führungskräften aus Logistik, Chemie, Elektronik, Einzelhandel, Qualitätskontrolle, Medizintechnik und Politik; über 25 Trainings in Unternehmen
  • AbschlussTeilnahmebescheinigung, auf Wunsch mit Lernzielen und Umfang, durch tie.consult oder Sie
  • Unterstützt vonDeutscher Go-Bund (Workshops und Team-Events)

Lernziele

Was die Teilnehmenden danach
können sollen.

Die Ziele sind auf Handlungen formuliert, nicht auf Wissen. Nach dem Modul können die Teilnehmenden:

  1. die eigene Lage in einem Satz benennen — und unterscheiden, ob sie eine lokale Störung oder eine strategische Verschiebung vor sich haben.
  2. unterscheiden, wann gerechnet und wann entschieden wird — also erkennen, ob auf den eigenen Zug jemand reagiert oder sich nur Zahlen ändern. Im zweiten Fall ist eine Wirtschaftlichkeitsrechnung das bessere Werkzeug.
  3. mehrere Handlungsoptionen nebeneinanderlegen und jede aus den fünf Perspektiven des Modells beurteilen — mit dem Arbeitsblatt „Zugprobe“, das sie mitnehmen.
  4. einen Verzicht aussprechen — festhalten, was sie bewusst nicht tun, und begründen, warum. Ein Verzicht, den niemand ausspricht, wird in der Organisation als Vergessen gelesen.
  5. Entscheidungen abgeben, die eine Ebene tiefer gehören, und benennen, welcher Rahmen dafür fehlt.
  6. ein Timing begründen, statt Tempo zu erhöhen — und sagen, welches Thema dafür wartet.
  7. einen Konflikt danach beurteilen, ob er die eigene Lage verbessert, statt danach, ob er zu gewinnen ist.
  8. das eigene Entscheidungsverhalten selbst nachprüfen — mit den sechs Sente-Kennzahlen, in wenigen Minuten je Quartal und ohne weitere Werkzeuge.

Ehrlich gesagt

Was dieses Modul
nicht leistet.

  • Es ist keine Methodenausbildung. Wer eine Coaching- oder Trainerqualifikation sucht, ist hier falsch.
  • Es prüft nicht. Die Teilnahmebescheinigung belegt Anwesenheit und Inhalt, keine geprüfte Kompetenz.
  • Es ersetzt die Analyse nicht. Das Modell setzt voraus, dass die Lage gelesen werden kann — SWOT, Cynefin, OODA oder eine Stakeholder-Analyse bleiben dafür die richtigen Werkzeuge.
  • Es taugt nicht für die akute Krise. Bei Werksstillstand oder Liquiditätsengpass wird zentral und ansagend entschieden, und das ist richtig so.
  • Es ist kein Teamtraining. Für Teams gibt es ein eigenes Format, mit anderem Ziel.

Diese Abgrenzung steht bewusst früh auf der Seite. Ein Modul, das alles verspricht, ist im Programm eines Weiterbildungsanbieters das größere Risiko.

Vier Umfänge

Dasselbe Modell,
vier Zuschnitte.

Je nachdem, ob Sie einen Programmauftakt, ein einzelnes Modul oder einen Baustein über mehrere Monate brauchen.

Impuls

Der Kern des Modells in einem Vortrag mit Beispielen am Trainingsfeld: die Montags-Frage, die fünf Perspektiven, ein erster Blick auf das eigene Entscheidungsmuster. Geeignet als Auftakt eines Führungsprogramms, als Tagungsbeitrag oder als Entscheidungshilfe, ob das Training folgen soll.

45–90 Minuten · Teilnehmerzahl offen

Training — das Standardmodul

Der vollständige Durchgang: Trainingsfeld, fünf Perspektiven selbst erleben, Übertragung auf eigene Entscheidungen, Reflexion in der Gruppe, Transfer. Alle Lernziele oben beziehen sich auf dieses Format.

4–8 Stunden · 5–10 UE · 8–12 Personen

Baustein in Ihrem Führungsprogramm

Über mehrere Monate verteilt: Impuls zum Auftakt, Trainingstag in der Mitte, Nachprüfung nach acht bis zwölf Wochen mit den Sente-Kennzahlen. Der Transfer wird dadurch nachvollziehbar, nicht nur behauptet — siehe unten.

3+ Termine über 3–6 Monate

Team-Event

Nicht Führungstraining, sondern Teamentwicklung: Wie entscheidet dieses Team, wer prescht vor, wer sucht Konsens, wie geht es mit Fehlern um. Für Teamtage und für Teams in Veränderung — neue Führung, neue Struktur, neue Aufgaben.

3–6 Stunden · bis 12 Personen

Größere Teilnehmeranzahlen werden in Gruppen geteilt; die Obergrenze wird vom Trainingsfeld bestimmt, nicht von der Vortragssituation. Optional sind auch zwei Trainer parallel möglich.

Ablauf

Ein Trainingstag,
Schritt für Schritt.

  1. 01
    Ankommen und Zielbild

    Was jede Teilnehmerin, jeder Teilnehmer an diesem Tag für sich klären will. Das wird festgehalten und am Ende geprüft.

  2. 02
    Das Trainingsfeld verstehen

    Die Regeln sind in Minuten erklärt. Mehr wird nicht gebraucht — es geht nicht darum, gut zu spielen.

  3. 03
    Erste Züge, erste Aha-Momente

    Wo greife ich zu früh ein? Wo entsteht Wirkung ohne Kontrolle? Was sollte ich aufgeben, um mehr zu erreichen?

  4. 04
    Die fünf Perspektiven im Erleben

    Positionierung, Einfluss, Timing, Koexistenz, Flexibilität — jede an einer Situation, die im Raum entstanden ist.

  5. 05
    Der Bezug zur Führung

    Vom Trainingsfeld in den Alltag: dieselbe Frage, andere Steine.

  6. 06
    Fälle aus dem eigenen Führungsalltag

    Die Teilnehmenden bringen eigene offene Entscheidungen ein und legen mit der Zugprobe drei Optionen nebeneinander.

  7. 07
    Reflexion: das eigene Muster erkennen

    Was wiederholt sich — bei mir, nicht bei den anderen.

  8. 08
    Transfer und Leitfragen

    Ein Zug — eine eigene Entscheidung — mit Person und Datum, mit ausgesprochenem Verzicht, die Kennzahlen für die Nachprüfung.

Material

Was die Teilnehmenden
in Ihre Hand bekommen.

Nichts davon ist Folienbeilage. Jedes Stück ist dafür gemacht, nach dem Training benutzt zu werden.

  • PrinzipienkartenFünf Karten, je ein Prinzip mit Leitfragen und Merksatz
  • Arbeitsblatt „Die Zugprobe“Zwei Seiten: Anleitung und Blatt zum Ausfüllen — drei Züge gegen dieselben sechs Fragen, plus Nachprüfung nach vier Wochen
  • Sente-KennzahlenErhebungsbogen für die sechs Kennzahlen, offen einsehbar auf kennzahlen.html
  • KurzbriefingZwei Seiten für Entscheider — auch geeignet, um das Modul intern anzukündigen
  • Vor Ort gestelltSpielfelder und -steine für alle Teilnehmenden, Moderationsmaterial

Zwei Stücke können Sie sofort ansehen: das Kurzbriefing und das Arbeitsblatt „Die Zugprobe“. Die Prinzipienkarten und die Erhebungsbogen sende ich vor der Aufnahme ins Programm gern als Muster zu — einfach per E-Mail anfragen.

Zwei Muster aus den Teilnehmerunterlagen Kurzbriefing für Entscheider, zwei Seiten · Arbeitsblatt „Die Zugprobe“, zwei Seiten
Kurzbriefing · PDF Zugprobe · PDF

Wirkung

Vor- und Nachmessung,
ohne Scheingenauigkeit.

Wenn das Modul als Baustein eines Programms läuft, lässt sich der Transfer nachvollziehbar machen. Die sechs Sente-Kennzahlen werden dafür zweimal erhoben: einmal zum Programmauftakt, einmal acht bis zwölf Wochen nach dem Trainingstag. Die Teilnehmenden sehen dadurch ihre eigene Tendenz, und Sie als Anbieter haben einen Anhaltspunkt, ob im Kalender der Teilnehmenden etwas anders geworden ist.

Wichtig ist dabei die Grenze: Diese Kennzahlen messen Verhalten, nicht Ergebnis, sie beruhen überwiegend auf Selbsteinschätzung, und jede von ihnen lässt sich manipulieren. Wer eine dieser Kennzahlen berichten muss, wird sie erfüllen. Deshalb gehören die Werte den Teilnehmenden und niemandem sonst.

Für ein Programm heißt das: Die Erhebung bleibt bei den Teilnehmenden. In die Auswertung geht nur, was sie freiwillig und anonym beisteuern — etwa die Zahl derjenigen, deren Sente-Quote gestiegen ist. Das ist weniger, als eine Wirkungsmessung verspricht, und mehr, als ein Zufriedenheitsbogen hergibt.

Dazu kommt die übliche Rückmeldung am Ende des Trainings, in Ihrem Evaluationsbogen oder in meinem.

Einordnung

Wo dieses Modul
in Ihrem Programm sitzt.

Die meisten Führungsprogramme haben die folgenden Bausteine schon. Dieses Modul tritt gegen keinen von ihnen an — es setzt an einer anderen Stelle an, und die Unterscheidung ist einfach zu prüfen.

  • Situatives Führen, FührungsstileWie führe ich wen

    Klärt das Verhältnis zu den Mitarbeitenden und die Wahl des Stils. Das Sente-Modell klärt die Sachentscheidung dahinter: Was tun wir als Nächstes, und was lassen wir? Beides zusammen ergibt eine Führungskraft, die weiß, was sie will, und weiß, wie sie es sagt.

  • Systemische Führung, Coaching-AusbildungHaltung und Gesprächsführung

    Arbeitet an Haltung, Fragen und Prozess. Dieses Modul arbeitet am Inhalt der Entscheidung und an dem, was sie kostet. Es ersetzt keine Ausbildung und braucht auch keine.

  • Kommunikation und KonfliktmanagementWie ein Konflikt geführt wird

    Trainiert das Führen eines Konflikts. Vorher steht hier eine andere Frage: ob dieser Konflikt überhaupt zu führen ist — und ob die eigene Lage danach besser ist. Das vierte Prinzip, Koexistenz, ist genau diese Vorentscheidung.

  • Resilienz und SelbstmanagementUmgang mit Belastung

    Setzt an der Belastung an. Dieses Modul setzt an ihrer häufigsten Ursache an: einem Kalender, der überwiegend fremden Entscheidungen folgt. Die Sente-Quote macht das sichtbar, bevor es zur Belastungsfrage wird.

  • Strategie-SeminareAnalyse und Geschäftsmodell

    Porter, SWOT, Business Model Canvas liefern die Landkarte. Dieses Modul beginnt danach, bei dem Zug, den die Landkarte nicht nennt. Es passt deshalb gut als Folgemodul auf ein Strategieseminar.

  • Entscheidungstrainings, DenkfehlerWas schiefgeht

    Zeigt Verzerrungen und Fehlerquellen. Hier geht es nicht um die Vermeidung von Fehlern, sondern um eine Handlungslogik, die auch unter Unsicherheit zu einem nächsten Zug führt — mit ausgesprochenem Verzicht.

Anschlussfähig ist das Modul außerdem an alles, was in Ihrem Haus unter Business Agility läuft: Der agile Zyklus und der Entscheidungs-Rhythmus folgen derselben Logik — Lage lesen, ein Zug, neue Lage.

Durchführung

Was es braucht,
damit der Tag läuft.

  • Raum: ein Seminarraum mit Tischen für je zwei Personen, Fläche zum Umsetzen, Flipchart oder Whiteboard. Keine Technik nötig außer einer Projektionsmöglichkeit für den Impulsteil.
  • Material: Spielfelder, Steine und Teilnehmerunterlagen bringe ich mit. Sie stellen nur den Raum und die Verpflegung.
  • Vorbereitung der Teilnehmenden: keine. Wer mag, bringt eine eigene offene Entscheidung mit — das erhöht den Nutzen des Nachmittags deutlich.
  • Präsenz: Das Training braucht einen Raum. Das Trainingsfeld wirkt, weil man um es herumsteht und sieht, was die anderen tun. Der Impuls funktioniert auch online.
  • Sprache: Deutsch oder Englisch, auch in gemischten Gruppen.
  • Vorlauf: ein kurzes Vorgespräch zur Lage der Gruppe, dann Terminabstimmung. Vorlaufzeit beträgt üblicherweise etwa 2 bis 3 Wochen.

Nutzungsrechte

Wenn Ihre Trainer
damit arbeiten sollen.

Das Sente-Modell, die Kennzahlen und die Teilnehmerunterlagen sind mein geistiges Eigentum. Dass Ihr Haus das Modul unter eigener Flagge anbietet oder eigene Trainerinnen und Trainer damit arbeiten, ist möglich — das ist eine Frage der bilateralen Vereinbarung, die wir im Einzelfall treffen. Sprechen Sie mich darauf an, dann klären wir Umfang, Material und Qualifizierung gemeinsam.

Organisatorisches

Auftragsbedingungen
und Teilnehmerdaten.

  • HonorarTagessatz je Format, Angebot nach dem Vorgespräch
  • ReisekostenAnfahrt ab Heppenheim an der Bergstraße nach Aufwand, Übernachtung nur bei Bedarf und nach Absprache
  • AuftragSchriftliche Auftragsbestätigung mit Termin, Format, Teilnehmerzahl, Ort und Honorar
  • AusfallBei Ausfall auf meiner Seite wird ein Ersatztermin vereinbart; bereits gezahltes Honorar wird erstattet
  • VersicherungBerufshaftpflicht besteht

Teilnehmerdaten

Für die Durchführung brauche ich so wenig wie möglich: eine Teilnehmerliste mit Namen und, wenn Sie Bescheinigungen wünschen, deren Schreibweise. Funktion und Bereich helfen bei der Vorbereitung, sind aber freiwillig.

Was die Teilnehmenden im Training ausarbeiten — Zugproben, Kennzahlen, eigene Fälle — bleibt bei ihnen. Nichts davon wird eingesammelt, ausgewertet oder an Sie als Auftraggeber weitergegeben; das ist die Bedingung dafür, dass im Raum ehrlich gearbeitet wird. Fotos entstehen nur mit ausdrücklicher Einwilligung aller Anwesenden.

Teilnehmerlisten werden ausschließlich für diese Veranstaltung verwendet, nicht an Dritte weitergegeben und nach Abschluss samt Bescheinigungen gelöscht, sobald keine steuerliche Aufbewahrungspflicht entgegensteht. Wenn Ihr Haus einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung braucht, unterzeichne ich ihn. Die allgemeinen Angaben stehen in der Datenschutzerklärung.

Nächster Schritt

Ein Vorgespräch genügt.

Zwanzig Minuten reichen, um zu klären, ob das Modul in Ihr Programm passt und in welchem Zuschnitt. Schreiben Sie mir, was Sie im Programm haben und welche Lücke Sie füllen wollen — ich antworte persönlich, in der Regel innerhalb von zwei Werktagen. Belegmuster der Teilnehmerunterlagen und eine Modulbeschreibung als PDF für Ihre Ausschreibung bekommen Sie auf dieselbe Anfrage.